Weltenbummler erzählen















 Reise-Tagebuch über Ruanda / Uganda - Seite 2


Nach dem Mittagessen bin ich mit Keith und Amon zum Lake Mutanda gefahren. Wir kamen durch Kisoro, einer kleinen Stadt und sind ein ganzes Stück am See entlang gefahren.
Lake Mutanda
Der See hat viele Seitenarme und etliche Inseln.
Die Ufer waren meistens steil oder mit hohem Gras bewachsen. Bei der Mgahinga Safari Lodge sind wir einen sehr steilen Abhang hinunter gegangen. Leider konnten wir keine Bootsfahrt machen, weil der Betrieb bis Mitte Januar geschlossen ist. Außerdem fing es gerade an zu regnen, und wir sind so schnell wir konnten den Abhang wieder hoch gelaufen. Es hat dann den ganzen Abend noch geregnet, schließlich war ja auch Regenzeit.

Info:

Lake Muranda: Eine unbeschreiblich schöne paradiesische Landschaft von Seen und Inseln, bis zu 4000 Meter hohen Vulkanbergen.

Uganda ist ein Land der Kontraste. Innerhalb eines Tages können Sie von nebelbedeckten Vulkanen zu heißen Savannen fahren. Grüne, saftige Teeplantagen wechseln sich ab mit verwachsenen Regenwäldern.

Teeplantagen

Den folgende Tag verbrachten wir im Bwindi Impenetrable National Park, wo wir noch einen Besuch bei den Gorillas gebucht hatten. Die Landschaft in Uganda unterscheidet sich bis jetzt kaum von der in Ruanda. Wir fuhren durch einen dichten Wald, und als wir heraus kamen, sahen wir Teeplantagen.



Das Bwindi Camp ist wieder traumhaft gelegen. Unsere Banda ist wunderschön. Von der Terrasse hat man einen Blick über ein enges Tal in dem ein Fluss rauscht, gegenüber steile Berge mit üppigem Regenwald.
Bwindi-Camp-Terrasse

Haubenkraniche

Mit dem Fernglas kann man schwarz-weiße Stummelaffen und viele verschiedene Vögel beobachten. Am späten Nachmittag machten wir einen Spaziergang am Fluss und sehen viele Vögel und Schmetterlinge.

                                             Haubenkraniche »



Schließlich unser zweites Gorillatrecking. In Bwindi war es schwieriger die Gorillas zu finden. Aber nachdem wir etwa 1 ½  Stunden durch dichtes Buschwerk steil bergauf gewandert waren, sind wir ihnen begegnet. Es war an einem sehr steilen Abhang im Dickicht. Die Gorillas waren sehr aktiv. Sie fraßen gerade, die Kinder spielten und kugelten dabei den Abhang hinunter. Wir immer hinterher. Wir mussten uns dabei an den Sträuchern und Bäumen festhalten, um nicht abzurutschen.
Gorilla
Als wir eine Weile an einem guten Beobachtungs- Standort ausharrten, wurden wir von Wespen überfallen und verließen fluchtartig das Terrain. Ich habe drei Stiche abbekommen, und die taten richtig weh. Erst stolperten wir den steilen Abhang hinunter und auf der anderen Seite ebenso steil wieder hoch. Es ging nur, wenn man sich von einem Ast zum anderen hangelte. Also, dieses Gorillatrecking war viel aufregender als das erste.


Auf dem Rückweg sind wir durch einen kleinen Ort gekommen und dort an der Schule vorbei. Diese bestand aus Bastmatten, in der Mitte unterteilt für 2 Klassenräume. Oben drüber ein Stück Stoff, das Schatten spendete. Die Räume waren vielleicht 5 m breit und 3 m tief, und da saßen etwa
20 Kinder oder mehr dicht gedrängt auf Bänken. Die Lehrerin teilte gerade Zettel aus. Im anderen Raum waren kleinere Kinder, die nicht so brav auf ihren Stühlen saßen. Draußen auf der Wiese waren auch viele Schulkinder, und nebenan wurde gerade eine Schule gebaut, die war aber noch im Rohbau. Ein Stück weiter stand eine kleine Kirche, die noch unfertig aussah.

KorallenblütenAm nächsten Tag stand eine Wanderung zu
3 Wasserfällen an.
Unterwegs haben wir viele Diadem-Meerkatzen, Dunkle Weißnasen-Meerkatzen und L’Hoest-Meerkatzen gesehen, und zwei riesige Schnecken mit ca. 15 cm großen Häusern. Schimpansen haben wir nur gehört. Wir sind am Munyaga River entlang gegangen über drei abenteuerliche Brücken. Die Wasserfälle selbst waren ganz nett. Nur ein kurzer Weg zu den Wasserfällen, etwa ½ Stunde, war etwas matschig und steil, sonst war der ganze Weg ziemlich eben und sehr schön.

Vom Bwindi National Park sind wir zum Queen Elizabeth National Park aufgebrochen, unserer letzten Station, wo wir auch drei Tage bleiben wollten. Schon bald nach der Abfahrt veränderte sich das Landschaftbild total. Die Berge wichen zurück, wurden durch sanfte Hügel abgelöst und schließlich fuhren wir durch eine weite Ebene, eine Savannenlandschaft, so wie man sich Afrika vorstellt. Aber es war viel grüner, als ich es von meinen früheren Afrika-besuchen kannte. Ich war allerdings noch nie während der Regenzeit hier gewesen.

Wir haben eine große Familie Paviane gesehen, die über die Straße marschierten.
Paviane

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Texte und Fotos

© Marga Fiedler-Scholz

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